24.05.2016 Oerel Von: Aranka Szabó
Samtgemeinderat Geestequelle beschließt Stellungnahme zum RROP

Wachstum der Orte gewährleisten

Die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogrammes (RROP) sieht vor, eine Neuansiedlung in kleineren Ortschaften, zu unterbinden.

Dem stellten sich die Ratsmitglieder auf ihrer voraussichtlich letzten Samtgemeinderatssitzung vor den Kommunalwahlen entgegen. Weiteres Thema war die Entwicklung der Flüchtlingszahlen. Aktuell kommen keine neuen Flüchtlinge an.

Die Bevölkerungszahlen schrumpfen und so ist das Ziel im geplanten RROP, nur noch in den Kernortschaften der Gemeinden Siedlungsentwicklung zuzulassen. So sollen zentrale Orte in ihrer Entwicklung gestärkt werden. Der Entwurf sieht vor, dass in den Dörfern nur noch eine örtliche Eigenentwicklung möglich ist. Neue Bürger oder neues Gewerbe sollen sich in den Zentren niederlassen.

Auf der Samtgemeinderatssitzung am Montag sprachen sich die Ratsmitglieder dafür aus, dass Ausnahmen von dieser Regelung möglich sein müssen. Sie störte, dass diese geplante Vorgabe als „muss" statt als „soll" festgeschrieben werden soll. Gerade durch die Autobahnanschlussstelle der A 20 zur B 495 könnte eine Nachfrage nach Wohnraum in Ebersdorf oder Alfstedt entstehen, ebenso nach einer autobahnnahen Gewerbeansiedlung. Das dürfte nicht durch das RROP verhindert werden. Ebenso sprachen sich die Ratsmitglieder dafür aus, die Erholungszeit des Campingplatzes Hof Freitag, direkt an der Quelle der Geeste, im RROP festzuschreiben und auf einen Abstand von 1.000 Metern von Windkraftparks zu Wohnsiedlungen zu bestehen. Diese Beschlüsse des Rats werden im Rahmen des Beteiligungsverfahrens dem Landkreis zugestellt.

Auch war die Entwicklung der Flüchtlingszahlen ein Thema: Nach dem Boom zum Ende des vergangenen Jahres kommen jetzt gar keine Flüchtlinge mehr. Vier Personen pro Woche sollte die Samtgemeinde bis Ende März aufnehmen, insgesamt weitere 52 Personen. 41 sind tatsächlich bis dahin gekommen. Seit Mitte April hieße es von Seiten der Landesaufnahmestelle und des Landkreises, „Wir haben keine Flüchtlinge", so Samtgemeindebürgermeister Stephan Meyer. Aktuell haben die ansässigen Flüchtlinge ihren ersten Sprachkurs begonnen. Meyer würdigte die Arbeit der angestellten Flüchtlingsbetreuerin: „Ohne sie wären wir untergegangen". Sie sei eine „kleine Managerin", so Ratsvorsitzender Klaus Manal.