12.07.2016 Kollbecksmoor Von: Uwe Bredehöft
Torftag lud mit zahlreichen Veranstaltungen ins Kollbecksmoor

Moorregion neu entdecken

Der Torftag im Kollbecksmoor will Erlebnisse und Informationen zur Landschaft und Kulturgeschichte an Ort und Stelle vermitteln.

 

Die Kollbeck selbst ist die Verbindung zwischen dem Hamme-Oste-Kanal und der Hamme. Das Kollbecksmoor ist Teil des Teufelsmoores und die Ortschaft Ostersode ist Mittelpunkt dieser Region. Dabei ist das Teufelsmoor mit gut 600 Quadratkilometern das größte besiedelte Moorgebiet in Deutschland. Die Anbieter der Region haben sich in der Arbeitsgemeinschaft „Naherholung und Tourismus im Kollbecksmoor" zusammengeschlossen, um gemeinsam auf ihre Attraktion in dieser Region aufmerksam zu machen. Hierzu gehören das Dorfgemeinschaftshaus Ostersode und die Güldner Freunde Meinershagen und Umzu. Ebenso der Schützenhof Gäbe, der Bahnhof Nordsode, das Landgasthaus Dierks und der Gasthof „Zur Kreuzkuhle", sowie der Gartenbaubetrieb „RaumGrün". Weiterhin der Verein „Findorffs Erben vom Kollbecksmoor" am Torfkahnhafen an der Kreuzkuhle, der „Heimatverein De Treidlers von Kuhstedtermoor" und der „Johannishag".

Bei allen Anbietern herrschte den ganzen Tag über reges Treiben und die Besucher kamen bei dem herrlichen Wetter scharenweise mit dem Fahrrad, sogar aus Bremervörde und Osterholz-Scharmbeck, oder auch mit dem Auto aus den benachbarten Landkreisen und den Großstädten Bremerhaven und Bremen angereist.

Eröffnet wurde der Torftag beim Dorfgemeinschaftshaus Ostersode, wo es leckeren Butter-, Apfel-, Kirsch- und Zwetschenkuchen sowie warmes frisches und herrlich duftendes Brot aus dem Steinbackofen gab, das bei den zahlreichen Besuchern reißenden Absatz fand.

Viele Gäste fanden sich beim Landgasthauses Dierks in Vollersode ein. „Die Terrasse war den ganzen Tag über voll, ob zum Frühstück, beim Gottesdienst oder bei Kaffee und Kuchen", freute sich Erika Dierks. Einige Gäste mussten sogar wieder gehen, weil es keinen Platz mehr gab. In dem idyllisch gelegenen Landgasthaus an der Hamme hatten die Menschen supergute Laune, wen wundert‘s, denn das Wetter spielte ja auch mit. „Es war rundum ein richtig schöner Tag", so der Tenor der Gäste.

Beim Dorfmuseum in Kuhstedtermoor lockten frischer Butterkuchen und Brot aus dem Steinbackofen und zur Mittagszeit kross gebratener Buchweizenpfannkuchen mit oder ohne Speck und mit Zucker oder Blaubeeren. Die beiden Frauen vom Heimatverein „De Treidlers von Kuhstedtermoor", die diese Köstlichkeit auf den mit Holz geheizten Herden wie vor Jahren üblich, zubereiteten, kamen mehr als ins Schwitzen, da sich am Verkaufstresen lange Schlangen bildeten, um diesen selten angebotenen Pfannkuchen zu kaufen. Aber auch alte Handwerkskunst gab es dort zu bestaunen.

Ebenfalls ins Schwitzen gerieten die Mitglieder von „Findorffs Erben vom Kollbecksmoor". Am Torfkahnhafen Kreuzkuhle warteten zahlreiche Besucher, um mit den historischen Torfkähnen eine Fahrt zu unternehmen. Bei bestem Wetter nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, sich im Gasthof „Zur Kreuzkuhle" zu stärken. Beim Schnitzel- und Grillbüfett ließen es sich die Gäste gut gehen. Am Nachmittag verwöhnten Kaffee, Torten und ein Kuchenbüfett die zahlreichen Besucher. Ein absolutes Highlight waren die Buchweizenbrote aus dem hauseigenen Steinbackofen, die von Timo Schmidt, Schwiegersohn von Kreuzkuhlenwirt Heino Lütjen, gebacken wurden.

Reger Andrang herrschte zudem im „Johannishag", dem Lebensort für Menschen mit und ohne Behinderung. Hier gab es unzählige Kunstgegenstände auf dem Kunsthandwerkermarkt oder auch viele Produkte aus den eigenen Werkstätten oder der eigenen Gärtnerei zu erwerben. Das große Kuchenbuffet mit selbst gebackenen Torten und Kaffee aus fairem Handel lud zahlreiche Besucher zu einer kleinen Rast ein.

So war auch in diesem Jahr der Torftag im Kollbecksmoor für alle Beteiligten wieder ein voller Erfolg. Schon jetzt steht fest, dass der nächste Torftag am 9. Juli 2017 stattfindet.