05.08.2016 Rockstedt Von: Ute Mahler-Leddin
Fünf Hektar Labyrinth locken Abenteuerlustige nach Rockstedt

Spurensuche im Mais

Fünf Hektar Mais und zahlreiche Wege - Etwas außerhalb von Rockstedt wächst das Maislabyrinth von Hans-Heinrich Heins.

„Die Vorarbeit fand im Winter statt, die erste Zeichnung des Labyrinths wurde mehrmals verändert und modifiziert, bis ich dann zufrieden war", sagte der Tüftler. Der Mais wurde besonders dicht gelegt und als die Pflanzen etwa 20 Zentimeter hoch waren, wurden die Wege in das Feld gefräst. So ein Maislabyrinth bedeutet viel Arbeit im Vorwege und nachdem Heins ein paar Jahre pausierte, freut er sich umso mehr über den großen Zuspruch, den das Labyrinth besonders an den ersten Wochenenden erfahren hat.

Der elfjährige Lukas war zusammen mit seiner achtjährigen Schwester Julia und seiner Mutter Gunda Kröger aus Zeven nach Rockstedt gekommen und schon eifrig am Suchen. Auf den etwa fünf Kilometer langen Labyrinth-Wegen sind ein paar Buchstaben versteckt, die zusammengesetzt ein Wort ergeben sollen. Das gesuchte Wort der ersten Wochen war übrigens „Landwirtschaftsmeister" und wurde laut Hans-Heinrich Heins nur einmal komplett gefunden. Für die nächsten Wochen wird es sicherlich ein neues Wort geben, man will es den Besuchern ja nicht zu leicht machen, sagt Heins schmunzelnd. Gut eineinhalb Stunden haben Sabine und Hans Schmidt mit ihrem dreijährigen Sohn Mika im Labyrinth verbracht und fanden einfach kein Ende, denn es wurde nie langweilig. „Es war schon spannend zu schauen, was dort noch alles versteckt wurde. Das Bett haben wir gefunden und die kleine Sportstation auch", sagten Ilona und Ingo Pape aus Ostertimke, die zusammen mit den drei Kindern Mara, Jannik und York und unterstützt von Oma Ingrid im Labyrinth umhergeisterten. „Jeder wusste den Weg - aber keiner war erfolgreich", gaben die Kinder lachend zu.

Die Rettungshundestaffel Osterholz hatte ebenfalls die Möglichkeit im Maislabyrinth zu trainieren. „Diese Situation war eine große Herausforderung für Hund und Mensch und erhöhte den Lerneffekt. Die Hunde werden von uns als Flächensuchhund oder Mantrailer ausgebildet und konnten hier das Erlernte gut umsetzen", berichtet Jaqueline Reinke stolz.

Während die Flächensuchhunde ohne Leine ein größeres Gebiet absuchen, sind die Mantrailer dichter am Menschen dran und „verbellen" ihren Fund solange, bis der Hundeführer Entwarnung gibt. Hier konnte Ute Oetjen mit ihrem Hund Balu ebenfalls vor Ort üben und den sich in Ausbildung befindenden Rettungshund für seinen Erfolg loben.

Das Maislabyrinth ist ein Erlebnis für Jung und Alt. Nicht nur Kindergeburtstage werden hier gefeiert, auch Betriebsausflüge, Nachtwanderungen und Familienfeiern werden im Labyrinth durchgeführt. Weitere Events sind ebenfalls in Planung und werden rechtzeitig angekündigt.

Für Rückfragen steht Hans-Heinrich Heins unter 04285/771 oder 0171/2287070 zur Verfügung.