15.11.2016 Bremervörde Von: Lutz Schadeck
Klugscheißer und Besserwisser durften sich austoben

Erste Nacht des unnützen Wissens

27 Mannschaften aus je vier Personen kämpften vergangene Woche bei der ersten Nacht des unnützen Wissen um den „Klugscheißer-Cup" von Bremervörde

Die Geschäftsstellenleiterin Ulrike Schloen „outete" sich selbst als „Klugscheißerin" und freute sich um so mehr, dass sie an diesem Abend in ihrem Haus noch mehr Vertreter dieser Spezies begrüßen konnte. Andreas von Glahn von der Bremervörder Tafel erklärte, dass es in Bremervörde wohl sehr viele davon gäbe. 

Abgeleitet aus dem beliebten Kneipenquiz sollte diese Aktion die Bremervörder Tafel unterstützen. Denn der Reinerlös aus dem Startgeld von je 10 Euro pro Person kommt dieser zugute. Optik Hannig und die Thomas Holding haben noch je 100 Euro Preisgeld oben drauf gepackt.

Quizmaster Benjamin Bünning hatte einen ganzen Sack voll sinniger und unsinniger Fragen dabei und gab den Teilnehmern zum Start noch einen Tipp mit auf den Weg: „Denkt mal ab und zu um die Ecke. Das kann helfen." Andreas von Glahn ergänzte: „Hier ist geballtes Halbwissen gefragt." Acht Runden galt es zu überstehen.

Aufregung und gespannte Erwartung an den Teamtischen, als die ersten Bögen mit Fragen verteilt wurden. Diverse Bilder sollten erraten werden. Vita und Norbert Mohr waren extra aus Armstorf „angereist" und hatten eigentlich einen guten Start. Relativ einfach noch die Skyline von Dresden zu erraten. Auch die Augenpartie von Marilyn Monroe war bekannt. Schwieriger wurde es dann bei einem Plattencover und bei durcheinander gewürfelten Buchstaben, die in richtiger Reihenfolge einen weihnachtlichen Begriff ergeben sollten. Kleiner Test: „HUZÄRERENCKER". Na? „RÄUCHERKERZEN" ist die richtige Lösung.

Die Antworten lagen vielen Teilnehmern auf der Zunge, wollten aber partout nicht den Weg auf die Antwortzettel finden. Aus wie vielen Zähnen besteht ein normales menschliches Gebiss (mit Weisheitszähnen)? Nicht nur Dentisten wussten es: 32. Oder diese Frage: Wie heißen die vier Gäste von Miss Sophie beim Dinner for One?

Da qualmten die Köpfe, an den Tischen wurde diskutiert und geraten, Lösungen aufgeschrieben, wieder verworfen. Dann wurden rigoros die Zettel eingesammelt. „Komm‘, gib den Zettel her. Kommt doch eh nichts Sinnvolles mehr dabei raus!" Als die Lösungen vorgelesen wurden, gab es diverse Bekundungen von einem lautstarkem „Oh, bin ich gut!" bis hin zu „Nein! - Verflucht noch mal!" Die Skala von himmelhochjauchzend bis tief betrübt wurde komplett abgedeckt. Letztlich aber wurde viel gelacht.

Den ersten Klugscheißer-Cup räumte das Team „Rate mal im Ostetal" ab. Aber erst nach einer Stichfrage, die das punktgleiche Team „Die Flatrater" auch beantworten sollte. Wie hoch ist der Kölner Dom? 157,38 Meter auf den Zentimeter genau misst das Gotteshaus. Übrigens: Handys waren zur Lösungssuche verboten.

Wer nun selber testen will, wie viel unnützes Wissen er parat hat, kann das an jedem zweiten Dienstag im Monat in der Kultkneipe „Hannes" in Bremervörde. Benjamin Bünning veranstaltet solche Raterunden, in denen „dusselige Fragen" zu beantworten sind, seit rund zehn Jahren. „Das ist noch ein Relikt aus der Studienzeit", verrät er. Es gehe einfach um einen geselligen Abend. Und genau den hatten die Rateteams und Veranstalter am letzten Donnerstag.