20.06.2017 Findorf Von: Ingrid Mahnken
Publikumsmagnet Klappstauregatta

Wasserschlacht am Klappstau

Der Verein „Findorffs Erben“ hatte zum fünften Mal zur Klappstauregatta eingeladen.

Eine Mordsgaudi für die teilnehmenden Mannschaften und die unzähligen Passanten, die die Teilnehmer begeistert anfeuerten. Neun Mannschaften in Zweier- und Dreierteams gingen an den Start. Eine Stunde paddelten sie unter Volldampf um Sieg und Niederlage.

Beherzt trotzten sie den Widrigkeiten der Uferböschungen, Klappstaus, Schlingpflanzen, Brennnesseln und weiteren Schikanen.

Mit einer Bestzeit von nur 56 Minuten machte die Crew „Leo II" mit Nico, Kevin und Hendrik aus Karlshöfenermoor den ersten Platz. Honoriert wurde dieser mit einer Torfkahnfahrt für 16 Personen, inklusive Getränke an Bord. Ihnen dicht auf den Fersen folgte das Team „SFV" mit Stefan und Doran aus Findorf. Platz drei ergatterten die Moorhühner mit Nadine, Michelle und Papa Leo.

Schon der Einstieg in die Fluten erwies sich als tückisch. Strategische Tipps der jubelnden Zaungäste brachten nicht immer den gewünschten Erfolg. Die Moorhühner landeten mit den Jungs der Findorfer Feuerwehr als erstes auf dem Wasser. Beherzt griffen sie in die Paddel.

Kraft, Ausdauer und Geschick, aber auch Orientierungssinn waren von großem Vorteil. Im Eifer des Gefechtes landete das eine oder andere Kanu schon bald in der Uferböschung.

Weitere kleine Schikanen entlang der rund 5 km langen Strecke sorgten für immer neue Herausforderungen für die Teams im Kampf mit wilden Pflanzen und reißenden Gewässern.

Die Siegermannschaft "Leo II" lag mittlerweile schon richtig gut im Rennen. Auch wenn ihnen das Wasser immer mal wieder bis zum Hals stand, kämpften sie tapfer um eine ausgewogene Balance um ihr Kanu auf Kurs zu halten. Doch am fünften Klappstau gingen auch die letzten Teilnehmer baden. Manch einer rettete sich mit einem beherzten Sprung ins Wasser aus dem sinkenden Boot. Nass bis aufs Hemd, die Kanus bis oben hin voll Wasser, ging der Wettkampf in die Schlußphase.

Im Zielhafen angekommen, spornte Findorffs Erben-Moderator Richard Henning die Teams an, noch einmal das Letzte aus sich herauszuholen. „Zieht durch, denn erst wenn das Kanu auf dem Trockenen liegt, wird die Zeit gestoppt", rief er ihnen zu.

Und immer noch war kein Ende in Sicht, denn nach einer kurzen Verschnaufpause ging es an Land in die zweite Runde.

Auf einem aufgebauten Geschicklichkeitsparcours „zwischen Elend, Land und Erde", hatten die Teams sehr zur Freude des Publikums noch so manche Aufgabe zu knacken.

Bei einem Tauziehwettbewerb ließen die teilnehmenden Mannschaften so richtig die Muskeln spielen. Als Sieger konnten sich die Mitglieder des Vereins „Findorffs Erben" feiern lassen. Auch die schönste, mit einem überdimensionalen Torfkahn geschmückte Holzbrücke, die über den Kanal führt, wurde mit einem Preis ausgezeichnet. „Wir hatten zwar weniger Athleten am Start als im letzten Jahr, dafür aber eine super Stimmung und unglaublich viele Besucher, die dieses einmalige Spektakel in vollen Zügen genossen", so die Bilanz des Veranstalters.